Weihnachten

Weihnachten ist nicht umsonst der Monat mit der höchsten Selbstmordrate,meine Tochter  wollte erst nicht zu uns kommen, hat sich dann aber doch dazu entschieden die Feiertage bei uns zu verbringen.

Wir waren selber auch nicht in Feier-stimmung, obwohl wir alles Geschmückt hatten, das Haus leutete und auch innen war alles Dekoriert und selbst die jährlichen Weihnachtsfilme halfen diesesmal wenig.  Mag auch am Wetter gelegen haben, es war ja auch einfach zu warm.

Wir planten also den Heiligabend ganz normal zu verbringen, wir wollten eben nur „unser Weihnachtesessen“ machen und es sollte eine Kleinigkeit geben für die Kinder…

Am nächsten Tag wollten wir zu meiner anderen Tochter und deren Töchtern und am 2. Feiertag sollte es nochmal ruhig werden. Am Samstag wollte meine Tochter dann wieder nach Hause fahren.

Heiligabend verlief gut, wir hatten eine Überraschung geplant für meine Tochter, nach dem Essen wurde die Küche und die Essecke aufgeräumt und wieder in den Ur-zustand versetzt und wärend meine Tochter draussen eine rauchen ging hab ich die Zeit genutzt und ihr ein Päckchen hingestellt, als Überraschung sozusagen.

Inhalt: Etwas Kosmetik und ein nagelneues Pad. Zuerst war sie etwas skeptisch als sie das Paket öffnete, als sie aber den Inhalt sah war sie nicht nur Überrascht sondern vor freude den Tränen nah. Also ein voller erfolg.

Den Rest des Abends verbrachten wir vor dem Fernseher bzw. meine Tochter mit dem Pad.

Der erste Feiertag  verlief ähnlich wie ich es mir gedacht hatte; laut und Stressig und ich war froh als wir wieder nach Hause fuhren. Die Große Enkeltochter bockte und die kleine schrie wie am Spiess sobald sie vom Arm ihrer Mama sollte.

Ich hatte ,nach Absprache, Torte mitgebracht und ich merkte das es meiner Tochter zu viel wurde. Zu hektisch, zu laut, zu eng. Also fuhren wir relativ schnell wieder nach Hause und sie zog sich erstmal in ihr Zimmer zurück.

Meine Anspannung legte sich erst als sie nach gut einer Std. wieder zu uns kam und mir sagte das alles ok wäre.  Wir waren alle froh das wir den 2 Feiertag  in aller ruhe genießen konnten.

Zumal wir Würstchen vom Grill essen wollten, mein Mann stellte sich freundlicherweise draussen an den Grill und brutzelte verschiedene Würstchen und Hamburger, dazu gab es Nudelsalat. Wir aßen drinnen und es war fast „Normal“.So wie in anderen Familien. Wir redeten und lachten beim essen.  Es war so normal das es mich schon fast ängstigte.

Als meine Tochter am Samstag wieder nach Hause fuhr beschlich mich wieder das Gefühl von leere, ich kann nicht sagen ob das das Normale ist, ich hab da keinen Vergleich. Die anderen 3 zogen mit Pauken und Trompeten aus und es ist ein ewiges hin und her, mal ist der Kontakt gut, dann wieder gar nicht vorhanden. Aber vielleicht muss das so sein.

Suizidal

Ich habe mal wieder mit meinem Kind Telefoniert und auch mit ihr bei facebook geschrieben. Aber ich kann ihr weder die dunklen Gedanken noch ihre Angst nehmen. Ich bin hilflos und kann nur hoffen das sie heil aus dieser Kriese kommt.
Bei ihrer letzten Kriese hatte sie einen Schutzengel in Form eines Passanten der sah das sie direkt auf die Brücke zusteuerte; er hat die Situation erfasst und sofort die Polizei benachrichtigt .Sie konnte vom Springen abgehalten werden. Das ging gerade noch mal gut.
Das geht seit 4 Jahren gerade noch mal gut.
Die ersten Jahre war sie mehr in psychiatrischen Einrichtungen (Kliniken) und in Jugendhilfeeinrichtungen (Heimen) weil ich mich ausserstande sah mit meiner eigenen Erkrankung ( Schmerzpatient) ausreichend um mein Kind zu kümmern. Weil mich meine eigenen Medikamente abschossen und vieles vergessen wurde.
Allerdings habe ich mein Kind immer besucht und wir haben viel Telefoniert.